Gemeinsames Essen tut Körper und Seele gut

Vielleicht haben Sie auch schon von den alarmierenden Berichten vieler Kinderärzte und Erzieher gehört, denen zufolge in deutschen Familien die Zahl der gemeinsamen Mahlzeiten gegen null strebt. Tendenz: steigend.

Immer weniger Mütter und Väter nehmen sich demnach die Zeit, ihre Kinder morgens nach dem Aufstehen freundlich zu begrüßen, gemeinsam in Ruhe (!) zu frühstücken und ihnen ein gesundes Pausenbrot zuzubereiten, um sie dann an Körper und Seele gestärkt in den Schul- oder Kindergartentag zu schicken.


Stattdessen stürzen alle einer nach dem anderen voller Hektik aus dem Haus, das Pausenbrot wird – wenn überhaupt – unterwegs beim Bäcker gekauft und das Frühstück wird im Stehen eingenommen oder fällt ganz aus.

Mittags sind viele Kinder, die nicht zum Essen in der Schule oder im Kindergarten bleiben, auf sich allein gestellt, weil weder Mutter noch Vater aus beruflichen Gründen Zeit haben, ein warmes, nahrhaftes Essen zuzubereiten. Da werden oftmals Reste vom Vortag oder Fertiggerichte schnell in der Mikrowelle erhitzt und vor dem Fernseher oder Computer „nebenher“ gegessen. Steht nichts derartiges zur Verfügung, greifen nicht wenige zur Chipstüte oder stillen ihren Hunger mit Gummibärchen und anderen Süßigkeiten.
Keiner fragt, wie es denn in der Schule war, keiner sagt: „Schön, dass du wieder da  bist!“.  

Nun ließe noch das Abendessen auf eine gemeinsame Mahlzeit hoffen, jedoch sind die meisten Eltern, wer möchte es ihnen verdenken, nach einem langen Arbeitstag müde und ausgelaugt und sehnen sich eher nach ein wenig Ruhe zu zweit oder allein statt nach einem Essen mit zappelnden, plappernden Kindern.
Eine beliebte „Lösung“ ist der Teller mit fertigen Schnittchen, der am besten gleich vor den Fernseher gestellt wird, damit auch ja Ruhe ist. Danach geht es schnell ins Bett, denn dann sind die bereits sehr hungrigen Eltern mit Essen dran, meist ebenfalls vor dem Fernseher.
Keiner hat gefragt, wie denn der Tag war, hat sich Zeit zum Erzählen oder Zuhören genommen.

Kennen Sie solche Tagesabläufe?
Oder denken Sie vielleicht, dass ich zur Schwarzmalerei neige?

Sicherlich ist meine Darstellung in manchen Bereichen überzogen, aber in vielen Familien spielt sich fast jeden Tag Ähnliches ab.
Das zeigen zahlreiche Studien und Berichte.
Als Mutter dreier Kinder im Alter von 3 bis 14 Jahren weiß ich aus eigener Erfahrung, wie schwierig es ist, den Alltag zu organisieren und wie schnell es gerade morgens und abends zu Stresssituationen kommen kann. Es kann daher hilfreich sein, den Ablauf des nächsten Tages bereits am Vorabend zu planen, um Hektik gar nicht erst entstehen zu lassen.
So kann beispielsweise der Frühstückstisch schon gedeckt werden, die Trinkflaschen und Vesperboxen der Kinder können gewaschen und bereitgelegt und die Kindergartentaschen und / oder Schulranzen sollten abends gemeinsam mit den kleineren und selbstständig von den größeren Kindern gepackt werden, sodass am nächsten Morgen nur noch die frischen Pausenbrote und das Trinken eingesteckt werden müssen.
Die Kleider können ebenfalls am Vorabend herausgesucht werden, um nervenaufreibende Diskussionen am Morgen zu vermeiden.
Falls am nächsten Tag keiner der Elternteile das Kind zuhause empfangen kann, sollte man eventuell ein Mittagessen vorkochen oder bereitstellen. Schön ist es, zusätzlich einen kleinen Zettel an den Kühlschrank zu kleben auf dem z.B. steht: „Willkommen zuhause, einen guten Appetit und bis später! Ich hab dich lieb!“. So zeigen Sie Ihrem Kind, dass Sie es lieben, auch wenn Sie im Moment nicht bei ihm sein können.

Ziel sollte es sein, pro Tag mindestens eine gemeinsame Mahlzeit mit allen Familienmitgliedern einzuplanen.

Ist einer der Partner oder sind beide außer Haus berufstätig, bietet sich dafür das Abendessen an.
Verschieben Sie Ihre (wohlverdiente!) Zeit zu zweit oder alleine auf den späteren Abend, wenn Ihre Kinder bereits schlafen oder nehmen Sie sich einmal im Monat einen Babysitter, um gemeinsam etwas zu unternehmen.

Kinder können schon sehr früh lernen, dass (Haupt-)Mahlzeiten grundsätzlich gemeinsam am Tisch eingenommen werden und dies ein positives Erlebnis für alle sein kann, abgesehen von der Tatsache, dass es für die gesamte Verdauung gesünder ist, im Sitzen und ohne Aufregung zu essen.

Zeigen Sie Ihrem Kind, dass Sie sich Zeit nehmen, um eine frische, gesunde Mahlzeit für alle zuzubereiten und bieten Sie ihm an, mitzuhelfen, sooft dies möglich ist.

Durch Rituale wie Tischgebete, gemeinsames Tischdecken und Kochen werden die Familienbande zusätzlich gestärkt und während des gemeinsamen Essens bieten sich vielfältige Gelegenheiten, um am Tagesablauf der anderen Anteil zu nehmen, wenn nacheinander (und oft auch durcheinander!) alle berichten. Dabei werden ganz nebenher sogar noch wichtige soziale Kompetenzen wie Erzählen und Zuhören erlernt und vertieft.

Vor dem Zubettgehen können beim Gutenachtsagen vielleicht noch besondere Dinge besprochen werden, denn auch Kinder haben mitunter Sorgen, die sie belasten und brauchen dann unsere Zuwendung.

Verabschieden Sie Ihr Kind stets liebevoll in die Nacht, dann fällt es Ihnen am nächsten Morgen umso leichter, gemeinsam in den neuen Tag zu starten!

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